Konzert- und Filmvorführungsabend

Der fünfte Tag des Creative Music Lab III präsentiert einen eindrucksvollen interdisziplinären Abend, der Live-Performance und filmische Reflexion vereint.

Das Programm beginnt mit einem Konzert von Kamilya Jubran & Werner Hasler. Ihre Zusammenarbeit verschmilzt Stimme, Trompete und Live-Elektronik zu einem immersiven Klangdialog zwischen arabischer Poesietradition und zeitgenössischem experimentellem Sound. Ihre Performance bewegt sich zwischen Improvisation und Komposition und schafft so ein atmosphärisch intensives und intimes Musikerlebnis.

(10 Minuten Pause) Im Anschluss wird der Film „The Visual Feminist Manifesto“ (Manifesto) von Farida Baqi gezeigt. Der Film bietet eine visuelle und konzeptuelle Auseinandersetzung mit feministischen Perspektiven und hinterfragt mithilfe experimenteller Bildsprache und Erzählformen Identität, Repräsentation und soziale Strukturen.
Das Programm schafft ein vielschichtiges Kunsterlebnis, in dem Musik und Film aufeinandertreffen und einen Dialog über Stimme, Körper und visuellen Ausdruck im Kontext des zeitgenössischen feministischen Diskurses anstoßen.

Kamilya Jubran & Werner Hasler

Das visuelle feministische Manifest (Manifest) von Farida Baqi

15. Mai 2026 – 19:30 Uhr

Theater im Delphi

Gustav-Adolf-Str. 2 13086 Berlin

Kamilya Jubran & Werner Hasler

Die fortlaufende Zusammenarbeit zwischen Kamilya Jubran und dem Schweizer Trompeter und Elektronikmusiker Werner Hasler zählt zu ihren bedeutendsten künstlerischen Projekten der letzten Zeit. Im Mittelpunkt steht die Schnittstelle von Stimme, Text, Trompete und Live-Elektronik.
Ihre Arbeit erforscht einen hochentwickelten Klangdialog, in dem Jubrans ausdrucksstarke Vokalsprache und arabische poetische Traditionen auf Haslers experimentelle Klanglandschaften und elektroakustische Bearbeitung treffen. Gemeinsam schaffen sie immersive Live-Performances, die die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation, akustischem und elektronischem Klang verwischen. Die jüngsten Kooperationen wurden in internationalen Konzerthäusern und auf Festivals in ganz Europa und darüber hinaus präsentiert und entwickeln kontinuierlich eine unverwechselbare künstlerische Sprache weiter, die intim, abstrakt und zutiefst zeitgenössisch ist – verwurzelt in Erinnerung, Stimme und Klangexperimenten.

Kamilya Jubran

Kamilya Jubran stammt aus Galiläa und wurde von ihrem Vater an arabische Musik herangeführt. Später schloss sie sich Sabreen an, nahm Alben auf und tourte international. Seit 2002 lebt sie in Paris und gründete 2014 Zamkana, um innovative Kunstprojekte zu fördern.

Werner Hasler

Werner Hasler (1969 FL/CH) ist ein Elektronikmusiker und Trompeter, der an Hybriden aus Ausstellung/Installation und Konzerten arbeitet und dabei Wert auf Räumlichkeit und Live-Sampling legt.

Das visuelle feministische Manifest

LAND: Syrien, Libanon, Deutschland, Schweden, Niederlande JAHR: 2025 LAUFDAUER: 74 Min
Regie: Farida Baqi
SPRACHE(N): Arabisch
UNTERTITEL: Englisch
Darsteller: Amal el-Hani, Lynn Adib, Rosalie Cella, Gaël Abou Jaoude, Michelle Zallouaa, Norah Toledano, Alice Canzonieri
HERSTELLER: Sadiq al-Shamali
GESCHRIEBEN VON: Farida Baqi
HERAUSGEBER: Anne Kristina Kliem
KINEMATOGRAPHIE: Janne Ebel
MUSIK: Mad Kate, HYENAZ, Lynn Adib, Nareg Abajian
Zusammenfassung
Wie alle Dinge in der Weite des Universums sind Frauen eine Schöpfung. Aber was bedeutet und fühlt es sich an, eine Frau zu sein – wenn man es aus der Erfahrung und Perspektive einer Frau versteht?
Wir begleiten eine Frau in verschiedenen Lebensphasen, von ihrer Entstehung über Kindheit, Jugend bis ins frühe Erwachsenenalter. Wir erleben mit ihr, wie sie durch die Veränderungen in ihrem Geist und Körper geprägt wird und wie ihr Umfeld sie – wie eine Form in Worten und Taten – formt oder zu formen versucht.
Es ist eine Reise voller Hoffnung, Sehnsucht und Kampf um Würde, Sinn und Freude im Erwachsenwerden – zu einer Frau, die sich selbst treu ist, selbstbestimmt handelt und sich mit anderen Frauen – ihren Schwestern im Leben – solidarisch verbunden fühlt.

Biografie des Produzenten

Sadiq al-Shamali ist ein in Dänemark geborener Autor und Filmproduzent. Er produzierte „The Visual Feminist Manifesto“, das auf dem IFFR 2025 Premiere feierte und mit dem Jugendjurypreis ausgezeichnet wurde. Gemeinsam mit Farida Baqi produzierte er den Kurzfilm „Salam“ (2017), der beim Internationalen Filmfestival Fribourg als bester internationaler Kurzfilm prämiert wurde, sowie unter anderem den Animationskurzfilm „Suleima“ (2014), der auf dem Annecy Film Festival in die engere Auswahl kam.
Filmografie:
The Visual Feminist Manifesto (2025)

Director’s Biography

Farida Baqi (Syrien) ist eine in Damaskus geborene Regisseurin. Sie führte Regie bei „The Visual Feminist Manifesto“, das auf dem IFFR 2025 Premiere feierte und mit dem Jugendjurypreis ausgezeichnet wurde. Sie ist ausführende Produzentin des Kurzfilms „Salam“ (2017), der beim Internationalen Filmfestival Fribourg als bester internationaler Kurzfilm prämiert wurde, sowie von „Suleima“ (2014), einem animierten Kurzfilm, der unter anderem auf dem Annecy Film Festival in die engere Auswahl kam.
Filmografie
The Visual Feminist Manifesto (2025)

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