Eröffnungskonzert live in Berlin
Dieser Festivalabend eröffnet das Creative Music Lab III Women in Oriental Music, ein internationales Musikprogramm, das die künstlerischen Stimmen von Musikerinnen aus dem Nahen Osten und dem gesamten Mittelmeerraum in den Vordergrund rückt. Das Eröffnungskonzert vereint drei unterschiedliche musikalische Perspektiven:
Basma Jabr Quartett
Mirna Kassis Quartett
DJ İpek İpekçioğlu
7. Mai 2026 - 19:00 Uhr
Theater im Delphi
Gustav-Adolf-Str. 2 13086 Berlin
Basma Jabr Quartett
Ein fesselndes Musikerlebnis unter der Leitung der syrischen Sängerin Basma Jabr, in dem die Wurzeln arabischer Musik auf den Geist des Jazz und zeitgenössische Experimentierfreude in einem lebendigen und sich stetig weiterentwickelnden Dialog treffen.
Das Basma Jabr Quartett erschafft eine reiche Klanglandschaft, indem es östliche Klänge mit freier Improvisation verwebt und jedes Stück zu einem Raum für tiefen emotionalen Ausdruck macht. Von arabischen Maqams bis hin zu modernen Rhythmen nimmt das Ensemble sein Publikum mit auf eine Reise, die kulturelle Grenzen überwindet und die weibliche Stimme im zeitgenössischen Kontext neu interpretiert. Zwischen Nostalgie und Erneuerung, zwischen Ost und West schafft dieses Projekt einen einzigartigen Moment der unmittelbaren Verbindung mit der Musik – ein Klangerlebnis, das nicht bloß aufgeführt, sondern wahrhaftig erfahren wird.
Basma Jabr
Die in Wien lebende syrisch-österreichische Sängerin und Komponistin Basma Jabr verbindet arabischen Maqam mit Jazz, Improvisation und zeitgenössischer Komposition. Ihre Stimme vereint emotionale Tiefe und Tradition mit Innovation und schafft so intime und kraftvolle Darbietungen. Sie konzertierte bereits international und veröffentlichte das Album „Furat“, eine Hommage an arabische Künstlerinnen.
Mahan Mirarab
Der in Wien lebende iranische Gitarrist und Komponist Mahan Mirarab, der mehrere Hälse beherrscht, verbindet zeitgenössischen Jazz, europäische Klassik und iranische Traditionen.
Seine Musik thematisiert Migration, Erinnerung und Identität.
Er unterrichtet Jazz-Oud und Maqam, arbeitet mit zahlreichen Künstlern zusammen und entwickelt Werke, die Jazz, experimentelle Musik, Folk und interdisziplinäre Projekte umfassen.
András Dés
Der ungarische Perkussionist, Komponist und Pädagoge András Dés lebt und arbeitet in Wien. Er ist in den Bereichen Jazz, Weltmusik und zeitgenössische Performance tätig, kooperiert mit führenden Künstlern und tritt weltweit auf. Als Bandleader, Komponist und Pädagoge kreiert er Musik für Konzerte, Theater und interdisziplinäre Projekte und prägt den europäischen Jazz durch innovative Ansätze.
Daniele Camarda
Der italienische Bassist, Komponist und Improvisator Daniele Camarda verbindet traditionelle Streichermusik aus aller Welt mit Live-Elektronik, Improvisation und zeitgenössischem Jazz. Er tourt weltweit, arbeitet mit führenden Künstlern zusammen und ist in den Bereichen Jazz, Weltmusik, elektronische Musik und experimentelle Musik tätig. Darüber hinaus komponiert er für Film, Tanz und Theater.
Mirna Kassis Quartett
Syrien trifft Europa: Eine musikalische Reise
Improvisationen und Neuinterpretationen arabischer und klassischer Stücke – eine beispiellose Begegnung zwischen Syrien und Europa, die unterschiedliche Kulturen durch eine gemeinsame Vision verbindet.
Dieses Projekt entstand und wuchs im Herzen der Genueser Musikszene, wo die Leidenschaft für Forschung und Improvisation auf traditionelle arabische Volksmusik trifft.
Mirna Kassis
Die aus Damaskus stammende und heute in Genua lebende Opernsängerin Mirna Kassis verbindet klassische arabische Gesangstraditionen mit zeitgenössischer Interpretation. Ihre ausdrucksstarke Stimme schlägt eine Brücke zwischen nahöstlichem Erbe und moderner künstlerischer Interpretation und ermöglicht so emotionale und zugleich raffinierte Darbietungen.
Tommaso Rolando
Der aus Genua stammende Improvisationskünstler und Performer Tommaso Rolando ist außerdem Gründer von Torto Editions.
Er arbeitet in den Bereichen Musik, Theater und bildende Kunst und erforscht Improvisation und experimentelle Kooperationen mit internationalen Künstlern.
Fabio Mina
Der Improvisator und Flötist Fabio Mina kombiniert seine Meisterschaft auf verschiedenen Flöten mit Elektronik, um ausdrucksstarke und emotionale Klanglandschaften zu schaffen, wobei er traditionelle Techniken mit zeitgenössischen Experimenten verbindet.
Elias Aboud
Der syrische Perkussionist und Komponist Elias Aboud ist Solist, Kammermusiker und Gründer des Ramal Ensembles. Er verbindet arabische Musik mit zeitgenössischen und elektroakustischen Formen und komponiert für Theater, Solo- und Kammermusikprojekte. Er tritt international auf und leitet Musikprojekte für Kinder und Flüchtlinge.
DJ İpek
İpek İpekçioğlu
DJ, Produzentin und Kuratorin
İpek İpekçioğlu ist eine in Berlin und Istanbul lebende DJ, Produzentin und Kuratorin, die international für ihre mitreißenden, interkulturellen DJ-Sets und ihr unverwechselbares Musikkonzept „Eklektik BerlinIstan“ bekannt ist. Sie verbindet elektronische Musik mit Klängen aus der Türkei, dem Nahen Osten, Anatolien und dem Balkan und hat so eine einzigartige künstlerische Sprache entwickelt, die psychedelischen türkischen Funk, Balkan-Folk, kurdische Halay-Musik, anatolische Melodien, Disco, Techno, House und globale Dance-Rhythmen zu kraftvollen und unvorhersehbaren Cluberlebnissen verschmelzen lässt. Als zentrale Figur der multikulturellen Berliner Clubszene trat İpek auf großen internationalen Festivals wie Glastonbury, Fusion Festival, Sziget, Berlin Festival und At.tension sowie in Clubs und Veranstaltungsorten weltweit auf, von New York, Los Angeles und São Paulo bis Istanbul, Kairo und Neu-Delhi. Ihre Sets sind bekannt für ihre dynamische Energie und genreübergreifende musikalische Reisen, in denen traditionelle Klänge auf zeitgenössische elektronische Beats treffen. İpek, oft als „Königin der Eklektik BerlinIstan“ bezeichnet, hat sich einen Namen als eine der einflussreichsten DJs der Berliner Musikszene gemacht. Ihre Musik verbindet Kulturen und Tanztraditionen und schafft Räume, in denen sich Menschen unterschiedlichster Herkunft durch Rhythmus und Bewegung verbinden. Neben ihren DJ-Sets ist İpek auch als Kuratorin, Kulturveranstalterin und Pädagogin aktiv. Sie hat zahlreiche Kulturprogramme und Live-Musik-Events kuratiert, darunter die Beyond Istanbul Live Sessions und die ImPort-ExPort-Bühne beim MyFest in Berlin-Kreuzberg, die Tausende von Besuchern anzogen. Sie war außerdem musikalische Leiterin des CrossKultur Festivals und arbeitete mit Institutionen wie dem Radialsystem Berlin, dem Maxim-Gorki Theater und der Berlinale zusammen. İpeks Arbeit ist stark von sozialen und kulturellen Themen geprägt und thematisiert Migration, queere Identität, Feminismus und interkulturellen Dialog. In ihren Performances, Workshops und Vorträgen erforscht sie die politischen und sozialen Dimensionen der Clubkultur und hybrider musikalischer Identitäten. Sie ist außerdem Mitglied des internationalen Netzwerks weiblicher Elektronikmusikerinnen female:pressure und Vorstandsmitglied von Reboot FM, Berlins unabhängigem Radiosender.
Mit ihrem pulsierenden Sound und ihrer starken kulturellen Vision definiert İpek İpekçioğlu die Möglichkeiten globaler Clubmusik immer wieder neu und verwandelt Tanzflächen in Orte musikalischer Entdeckung, kulturellen Austauschs und gemeinschaftlichen Feierns.
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